Archive for the ‘Deutsch’ Category

Sprachkurs in Berlin

Author: Nicky

Für Alle die es interessiert: Die Esperanto-Jugend Berlin veranstaltet einen Esperanto-Wochenendkurs für Anfänger mit Vorkenntnissen.

Mehr Infos gibt es unter diesem Link:  http://esperanto.de/ej.berlin

Revido estas ido de revo
Reunion is the child of the daydream


von rachaael@flickr

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Nur in einer der drei Sprachen macht diese Aussage Sinn. In den anderen Beiden klingt der selbe Text dagegen eher poethisch. Das passende Bild wurde, nebenbei, bei Interestingness entdeckt. Für alle Liebhaber von tollen und außergewöhnlichen Photos ein echter Geheimtipp.

Eine interessante Alternative zu Powerpoint & Co. bietet Simpleshow.
In diesem Video erklärt Simpleshow sich selbst:

…irgendwie witztig gemacht!

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Die simpleshow erklärt sich selbst
from simpleshow on Vimeo.

Dreisprachige Poesiesammlung von Manfred Retzlaff
Trilingva poeziaro de Manfredo Ratislavo
Dreisprachige Poesiesammlung von Manfred Retzlaff

Ein Beispiel

Christian Morgenstern,
*1871-05-06 – †1914-03-31

Abschied

“Es ist vielleicht das letzte Mal,
daß deine Hand in meiner ruht…
So nah mein Blut an deinem Blut…
O wüßtest du von meiner Qual!

Du aber lächelst hell und gut
mit deiner Augen stillem Strahl…
Du Wandrer weißt nicht, wie es tut:
Es ist vielleicht das letzte Mal!“

Ekzemplo

Tradukinto: Willy Nüesch, Svislando *1)

Adiaŭo

”Kredeble jen la lasta foj’
ke via man’ en mia kuŝas…
Ke via sang’ la mian tuŝas…
Ho se vi scius pri l’ malĝoj’ !

Ridetas vi el bona kor’
kun milda bril’ okula, oj…
Vi ne konscias pri l’ dolor’:
Kredeble estas lasta foj’ !”

Hände
Gezeichnet von Isa – inspiriert von diesem Gedicht

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*1)
Willy Nüesch
Brückfeldstr. 11
CH-3012 Bern
tel. 0041-31-302 66 56

Wie geil ist das denn?

Author: Nicky

Ein wundervolles Beispiel für die perfekte Anwendung des Denglischen. Einfach göttlich!

Henri Nannen Preisverleihung 2008 im Hamburger Schauspielhaus. Bühnensketch von Dietmar Jacobs zum Thema Zeitung. Heiko Seidel und Christian Ehring nebst Maike Kühl vom Düsseldorfer Kommödchen parodieren 2 Manager-Schnösel

Cento

Author: Fi!
Hamburger Polizeibeamte bei einer Festnahme, Hamburg 28. Mai 2007

Cento (eo) = Hundertschaft, Cento (de, en) = Parodie - Foto: Vanis - Wikimedia

  • Der fette Vogel bricht den Ast
  • Schlafende Kühe soll man nicht melken
  • Ho mia Or’
  • Better shave than thorny
  • Every Jack will find his pisshead

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‘Cento’ en la germana kaj angla estas parodio speciala.
‘Cento’ means parody but in Esperanto it means ‘group of a hundred’.

Moderne, futuristisch anmutende Trendsportarten, wie das ‘bouncen‘ finden über Umwege nun auch ihren Einzug in mittelalterliche Bühnenshows.

Bei Feuervogel, einer Theatergruppe die auch gerne auf Mittelalterfesten wie z.B. dem Spectaculum auftritt, hat man jetzt auch die Federstelzen entdeckt und in die Auftritte eingebaut.

Darsteller mit Federstelzen

Feuervogel Bühnenshow mit 7-Meilenstiefeln

Schönes Bild, aber was da wohl die Spanische Inquisition gesagt hätte?
Entdeckt von Lasse.

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Modernajn kaj futurismajn asppektajn sportĝenrojn kiel ekz. ‘bouncen’ (e-o: saltstilzi), nun ni trovas en la mezepoko. La mezepoka teatra grupo ‘Feuervogel’ uzas tiun.
Dankon al Lasse.

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Trivia:

Moderne Sportarten kommen in Deutschland nicht mehr ohne Marketing-Kopfschmerz-Denglisch aus, weil’s ja ‘hip’ ist. So auch beim Bouncen. Das Englische ‘to bounce‘ bedeutet eigentlich eher abprallen, umgangssprachlich auch platzen. Das trifft es nicht ganz, geht aber wenigstens noch in die richtig Richtung. Schlimmer wird es wenn man hört, wie der deutsche Siebenmeilenstiefler sich selbst bezeichnet: Als ‘Bouncer‘. (Und wer jetzt nicht weiß was der Engländer darunter versteht, schaut nochmal schnell bei Leo nach…)

Die neutrale Sprache

Author: Nicky

Der führende Politiker der EU, Herr Baroso, wollte nachweisen, das englisch eine neutrale Sprache ist, die keinen Wert auf eine Vorherrschaft legt, er sagte:

Europa würde

  • französich sprechen, wenn Napoleon seine Pläne realisiert hätte,
  • deutsch sprechen, wenn Hitler gesiegt hätte,
  • russisch sprechen, wenn Stalin Erfolg (die Weltherrschaft errungen) hätte.

Glücklicherweise sind sie gescheitert, aus diesem Grunde haben wir jetzt das Recht frei englisch zu reden.  (Laut Marian Zdankowski, Polen)

öh…

Ja, neeis klar!

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Nach einem Artikel gefunden im Verda Informilo 10/2009

Bei den steigenden Energiepreisen fragt man sich ja gerne mal, was da wohl in den Köpfen der Stromversorger so abgeht. Hier frage ich mich allerdings eher, was die wohl geraucht haben…

Elektroschaltkasten

Foto: Frank Merla

Wer kommt bitte auf die tolle Idee, etwas Hässliches durch etwas noch hässlicheres verschönern zu wollen?

“Der Deutsche soll alle Sprachen lernen, damit ihm zu Hause kein Fremder unbequem, er aber in der Fremde überall zu Hause sei.”
(Goethe, „Maximen und Reflexionen“).

Dieses Zitat nimmt Sabine Spahl (Dipl. Volkswirtin, seit 2005 Leiterin einer Schule für Englisch) als Aufhänger in ihrer Pressemitteilung Englisch zur Weltsprache zu erklären. Deswegen würde es auch heute nicht mehr nötig sein, alle Sprachen zu lernen, wie Goethe es einst empfahl.

Eine sehr gewagte Behauptung berücksichtigt man, das gerade einmal 38% aller Europäer Englisch als Fremdsprache sprechen [*1]. Der geneigte Leser möge gerne mal ausprobieren wie weit er alleine und außerhalb der Großstädte in Frankreich oder Rumänien, bzw. Süd-Amerika oder China ohne wenigstens ein paar Brocken der Landessprache kommt.
Die Einen können und die Anderen wollen nicht…

Wer nicht gerade mit einer rosaroten Brille durch die Welt läuft merkt wie  schnell dieses Wunschdenken in der Wirklichkeit an seine Grenzen stößt. Die sprachverwirrte Realität in der multiglobalen Geschäftswelt spricht Bände. Nicht umsonst sind heute Übersetzer alles andere als Arbeitslos.

Doch das eigentlich Bestreben Goethes – jeder Fremde sei mir nicht unbequem – wird ohne ein Beschäftigen mit Kultur, Geschichte und Sprache kaum gelingen. Man mag Englisch sprechen können und kann dennoch den Fremden als unbequem empfinden. Die Zeitungen beweisen uns dies täglich!

Zu einem etwas anderen Schluß, wie Goethe wohl heute sein Zitat sehen würde, kommt übrigens Frank Merla in seinem Blog.

Update:
Nochmal schnell bei Wikipedia unter Weltbevölkerung und englische Sprache nachgeschaut, Dreisatz angewendet, verdutzt geguckt, sicherheitshalber ein zweites Mal nachgerechtnet diesmal mit Formel auf’m Zettel. Hilft aber nix Weltsprache heißt für Fr. Spahl:  7,5%

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[*1]
Zusammenfassung der Befragung Eurobarometer (PDF) – 2/06 veröffentlicht von der Europäischen Kommission