Denglisch 2.0

Author: Fi!

Die wunderschöne deutsche Sprache immer nur mit Anglizismen verunreinigen ist langweilig, und nebenbei bemerkt auch im sprach-imperialistischen Sinne ungerecht. Darum werde ich nun anfangen neben englischen auch Esperantoworte in die Alltagssprache mit einzubauen. Das Ganze kann man dann Desperanto nennen. Oder als Kurzform: Deppo! (Na ja, eigentlich mit einem ‘p’ aus D + Epo, aber der gemeine Deutsche neigt ja dazu, ein schnell gesprochenes ‘p’ durch eine Doppel-P auszudrücken)

  • Ich migriere durch den Wald. [migri]
  • Ich brauche fontalen Input! [fonto]
  • Sanglos ließ Dracula sie fallen. [sango]
  • Robo-Cop sieht wie ‘n Homo aus. [robo, homo]
  • Komischer Kaŭz’. [kaŭzo]
  • Du und du, zusammen seid ihr vier. [du]
  • Da kann ich nur Kopf-Jessen. [jes => kapjesi]
  • Ich fühl mich grad voll mallich. [malo]
  • Aber bitte mit Sano! [sano]
  • Ich steck mein Messer zurück in den Ingo. [ingo]
  • Airport-Security. Ich muss sie leider kontraŭlieren. [kontraŭ]
  • Das Besto wär, du fajfst deinen Fifi zurück. [besto, fajfi, fi]
  • Im Art-Kurs hab ich seine Katze getuscht. [arto, kaco, tuŝi]
  • Der lässt aber auch nichts anbrullen. [bruli]
  • Platscht dir meine Suppe? [plaĉi]
  • Vom Emo wird mir übel. [vomemo]
  • Hübsche Limo die du da hast! Fast so lang wie die Metro. [limo, metro]
  • Dein BMW ist nicht zu Aŭdi. [aŭdi]
  • Klar, der irrt ja auch in den stand-by. [iri]
  • Viele Ossis sind in der Disko aufgewachsen. [disko]
  • Ohne das sie litten machten sie durch. [lito => liten]
  • Lass mal den Diamant in der Kirche! [di'am'ant'o]
  • Wenn ich mir euren Verein anseh muss ich kotizen. [kotizi]
  • Ej, dein Taschen-Handy klingelt! [ej, poŝtelefono]
  • Meine Freundin koleriert mal wieder grundlos. [koleri]
  • Ja, aber nachher kulert ihr wieder im Bett rum. [kulero]

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Auch Lesenswert: “Wie geil ist das denn?”, “C’est une sale affaire”.

  • Ej, dein Taschen-Handy klingelt!

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2 Responses to “Denglisch 2.0”

  1. Lars Says:

    Etwas weniger lustig, aber dafür praktischer ist die Benutzung des Wortes »Amasloĝejo«. Das deutsche ›Massenunterkunft‹ klingt gleich so nach Katastrophenschutz oder Entwicklungsland. Wenn man dagegen nur für irgendeinen Kongress in einer Sporthalle übernachtet, klingt »Amasloĝejo« doch viel angenehmer.

  2. esocom Says:

    Sehr schöne “falsaj amkoj” dabei. Das Meisterstück diesbezüglich hat Thomas Bormann geschrieben: http://www.krokodilo.de/amuzajxoj/letero1.html und http://www.krokodilo.de/amuzajxoj/letero2.html

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